Nachhaltigkeit
Kalendersymbol17. Aug 2022
| Uhrsymbol4 min
| von Patrick Montagnolli
Wie sich mit nachhaltigen Möbeln was Gutes fürs Zuhause und die Umwelt tun lässt
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Frau lächelt in Spiegel

Während wir in den meisten Lebensbereichen auf Bio-Qualität bestehen und auf Umweltfreundlichkeit achten, wird bei Einrichtungsfragen und der Möbelauswahl das Thema Nachhaltigkeit oft auf die lange Bank geschoben. Konventionelle Möbel verursachen durch mangelhafte Qualität, giftige Inhaltsstoffe und lange Lieferketten jedoch große Umweltprobleme und landen nicht selten beim nächsten Umzug auf dem Müll. Wer (sich) stattdessen auf „grüne Möbel“ setzt, spart auf lange Sicht Geld, wertet sein Zuhause auf und tut gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes. Auf was es genau ankommt, erfährst Du im Blog.

Eine alte Werkbank, die zum Tisch umfunktioniert wurde oder ein selbst bemaltes Sideboard geben ungenützten Dingen eine zweite Chance, kosten wenig und machen Dein Zuhause noch einzigartiger.

Möbel

Mit Upcycling- oder Vintage-Möbeln die eigenen vier Wände aufpeppen.

Schon klar, die Werbung drillt uns immerfort dazu, etwas Neues zu kaufen. Das ist bei Möbeln nicht anders. Doch wie bei Second-Hand-Mode lässt sich auch mit Vintage-Möbeln dem eigenen Style etwas ganz Besonderes verleihen. Ein gebrauchter Designerstuhl aus Italien, eine Industrielampe aus einer alten Fabrik oder ein Perserteppich vom Flohmarkt machen Deine Wohnung zu einem echten Unikat und schonen gleichzeitig die Umwelt. Schon alleine, weil die klimaschädliche Produktion in Fernost und der schadstoffreiche Transport wegfallen. Dazu kommt, dass neue und vor allem billig produzierte Möbel nicht selten mit zweifelhaften Stoffen angereichert sind, die schleichend entweichen und Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen können. Ebenso umweltschonend und sogar weitaus kostenschonender ist es, mittels Upcycling selbst kreativ zu werden. Eine alte Werkbank, die zum Tisch umfunktioniert wurde oder ein selbst bemaltes Sideboard geben ungenützten Dingen eine zweite Chance, kosten wenig und machen Dein Zuhause noch einzigartiger.

Möbel aus Holz

Achte auf Qualitätssiegel und Naturmaterialien.

Es muss unbedingt ein neues Möbelstück sein? Dann achte auf Qualitätssiegel. „Blauer Engel“, „Goldenes M“, „LGA“ und „ÖkoControl“ garantieren Dir eine weitgehend schadstofffreie Polsterung und kennzeichnen ökologische Möbel. Gleichzeitig hilft ein Blick auf die im Möbelstück verarbeiteten Materialien. Naturstoffe wie Holz, Leinen, Hanf, Stroh, Bambus, Naturstein, Keramik, Sisal, Rattan und Kork sind weitaus gesundheitsschonender als synthetische Stoffe, Kunstfasern oder Plastik. Ebenso sollte Dir die Lebenszeit Deines Möbels wichtig sein, denn immerhin willst Du Dich ja über längere Zeit an Deinem neuen Einrichtungsgegenstand erfreuen. Massive Holzmöbel aus kontrollierter und nachhaltiger Forstwirtschaft sind in jedem Fall eine bessere Wahl als Spanplattenmöbel aus Sperrholz. Und auch hier hilft ein Blick aufs Siegel. Denn wenn Du Dich für heimische Hölzer wie Ahorn, Esche, Buche oder Eiche mit FSC-Siegel entscheidest, kannst Du Dir sicher sein, dass wegen Deinem Möbel kein Tropenbaum illegal geschlagen und über einen langen Transportweg nach Deutschland geliefert werden musste.

Katze sitzt auf Stuhl

Natürliche Wandfarben und Zimmerpflanzen erhöhen nicht nur den Wohlfühlfaktor.

Doch nicht nur die Möbel selbst werten ein Zimmer auf. Auch bei der Wandgestaltung sollte man sich nicht rein von optischen Einflüssen leiten lassen, sondern auch auf Umweltverträglichkeit achten. In Tapeten und Wandfarben stecken nämlich nicht selten chemische Stoffe und Lösungsmittel, die mehr für dicke Luft statt für frischen Wind in der Einrichtung sorgen. Recycling- oder Vliestapeten aus Papier sind hier eine gute Alternative und natürlich ökologische Lehm-, Kalk-, Kasein- oder Silikatfarben, mit denen Du Deinem Umweltgedanken einen vorbildlichen Anstrich verleihst. Passend dazu verströmen Zimmerpflanzen wie Grünlilie, Aloe vera, Efeu und Chrysanthemen neben einem angenehmen Flair auch viel frische Luft und befreien Dein Wohnklima von schädlichen Duftstoffen.

Mann installiert Lampe

Auch Möbel können Energie kosten.

Deine Möbel und auch die Nutzung Deiner Einrichtungsgegenstände beeinflussen maßgeblich die Energie- und Heizkosten in Deinem Zuhause und können dementsprechend beim Sparen helfen. Achte darauf, dass Deine Möbel in einem ausreichenden Abstand zu Heizkörpern platziert sind. Das reduziert Deine Heizungskosten. Mit einer Mehrfachsteckdose mit Schalter kannst Du zudem ungenutzte Elektrogeräte ganz einfach per Knopfdruck vom Stand-by- in den Off-Modus befördern. Das hilft, Energie zu sparen. Und wenn Du Deine Lampen und Leuchten auf LED umstellst, verringern sich Deine Stromkosten noch zusätzlich.

FAZIT: Grüne Möbel für ein ökologisches Zuhause.

Ökologische Möbelstücke kosten zwar mehr als Billig-Spanplatten-Teile vom Möbel-Discounter, sie halten allerdings auch weitaus länger. Und das macht sich auf Dauer bezahlt. Denn während Du Dich lange über Dein „grünes Möbelstück“ freust, überlebt ein Billigmöbel nur selten einen Umzug und fügt trotz kurzer Lebenszeit der Umwelt und dem Klima sehr viel Schaden zu.

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