Nachhaltigkeit; Prävention
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16. Sep 2021
|
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3 min
| von Patrick Montagnolli
World Ozone Day: Jetzt gemeinsam die Ozonschicht schützen.
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Wer beim Thema Ozonloch an billiges Haarspray und 80er-Jahre-Föhnfrisuren denkt, liegt gar nicht so weit daneben. Die von uns Menschen verursachte Schwächung in der Ozonschicht der Stratosphäre wird nämlich durch Treibhausgase, Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) und Haushalts-Chemikalien hervorgerufen, die vorwiegend in Kühlelementen, Schaumstoffen und eben Spraydosen stecken. Das Loch in der lebenswichtigen Schutzschicht hat für uns Erdbewohner:innen böse Folgen und kann durch die Zunahme der schädlichen UV-B-Strahlung der Sonne zu Hautkrebs führen und die Zellen von Pflanzen und Tieren zerstören. Doch das Ozonloch kann auch wieder geschlossen werden. Zum „World Ozone Day“ am 16. September verraten wir Dir, welche Chemikalien Du dazu unbedingt vermeiden solltest und mit welchen Maßnahmen sich das Loch im Himmel wieder dichtmachen lässt.
Die von uns Menschen verursachte Schwächung in der Ozonschicht der Stratosphäre wird nämlich durch Treibhausgase, Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) und Haushalts-Chemikalien hervorgerufen, die vorwiegend in Kühlelementen, Schaumstoffen und eben Spraydosen stecken.
Wie ist das Loch in der Ozonschicht der Stratosphäre entstanden

Wie ist das Loch in der Ozonschicht der Stratosphäre entstanden?

Bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren wurde von Wissenschaftler:innen die immer dünner werdende Ozonschicht in der Stratosphäre entdeckt. Auch die Hauptverursacher für den Abbau der Ozonschicht wurden schnell entlarvt. Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) kommen vorwiegend in Kühlelementen für Kühlschränke und Klimaanlagen zum Einsatz, aber auch bei der Herstellung von Spraydosen und Schaumstoffen. Der Ozonschicht wird vor allem das Chlor in dieser Verbindung zum Verhängnis, das große Löcher in das „Schutzschild“ gegen die UV-Sonneneinstrahlung frisst. Doch nicht nur Chlor ist sehr schädlich für die Ozonschicht. Alternative Kühlmittel wie teilhalogenierte Kohlenwasserstoffe entpuppten sich ebenfalls als wahre Ozonkiller und erst die 3. Generation der Kühlmittel – teilfluorierte Kohlenwasserstoffe – erweist sich durch den Verzicht von Chlor und Brom für die Ozonschicht als ungefährlich. Allerdings mit einem sehr negativen Nebeneffekt: Denn die klimaschädliche Wirkung dieser Treibhausgase übersteigt jene von CO2 um mehr als das 10.000-fache.
Was wurde zur Eindämmung des Ozonlochs bisher unternommen

Was wurde zur Eindämmung des Ozonlochs bisher unternommen?

Am 16. September 1987 unterschrieben insgesamt 29 Staaten das „Montreal-Protokoll“, mit dem die Verwendung der maßgeblich beteiligten schädlichen FCKW-Substanzen beschlossen wurde. Das „Montreal-Protokoll“ trat 1989 in Kraft und gilt bis heute als der größte internationale Erfolg zum Schutz der Erdatmosphäre. Da es allerdings sehr lange dauert bis die schädlichen Chlor-Atome in der Stratosphäre ihr schädliches Werk verrichten, wurde der gewünschte Schutzeffekt durch das Verbot erst in diesem Jahrtausend sichtbar. Inzwischen zeigen sich bereits erste Anzeichen für eine Rückbildung der beschädigten Ozonschicht und eine Verringerung des Ozonlochs. Doch bis das Ozonloch wieder vollständig geschlossen ist, wird es noch Jahrzehnte dauern. Zumal China im Verdacht steht, wieder große Mengen an FCKW in die Atmosphäre auszustoßen und somit die Rückbildung massiv abbremst.
Was kannst Du zum Schutz der Ozonschicht tun

Was kannst Du zum Schutz der Ozonschicht tun?

Die in Kühlelementen für Kühlschränke und Klimaanlagen befindlichen chemischen Stoffe sind hauptverantwortlich für den großflächigen Schaden in der Ozonschicht, die uns vor der schädlichen UV-B-Einstrahlung des Sonnenlichts schützt. Insofern macht es Sinn, sich vorab genau zu überlegen, ob es unbedingt eine Klimaanlage oder einen größeren Kühlschrank braucht. Falls die Anschaffung eines Kühlschranks oder einer Klimaanlage für Dich unverzichtbar ist, dann entscheide Dich der Umwelt zuliebe besser für ein Qualitätsgerät, das unter kontrollierten Bedingungen hergestellt wurde, anstatt für ein Billigprodukt aus China. Damit erhöhst Du die Chance, dass sich Dein neues Kühlgerät nicht am Raubbau des Ozonlochs beteiligt. Ebenfalls sehr wichtig ist die fachgerechte Entsorgung von Kühlschranken, Gefriertruhen und Klimaanlagen. Die kommunalen Abfallwerke geben Dir hierbei gerne Auskunft.

FAZIT: Wichtig und schützenswert: Die Ozonschicht.

Angesichts immer heißerer Temperaturen steht das Thema Kühlung außer Frage. Doch bevor Du Dir einen neuen XXL-Kühlschrank anschaffst oder in eine Klimaanlage investierst, solltest Du Dir Gedanken machen, wie und wo das Gerät erzeugt wurde. Billigprodukte aus China und die darin befindlichen Kühlstoffe tragen nämlich maßgebend zum schädlichen Wachstum des Ozonlochs bei. Und der Verlust dieser wichtigen Schutzschicht gegen die UV-Strahlung der Sonne hat schlussendlich negative Folgen für uns alle.