Nachhaltigkeit
Kalendersymbol17. Nov 2022
| Uhrsymbol4 min
| von Patrick Montagnolli
Tiny house, big impact? So nachhaltig sind die kleinen Häuschen
Per E-Mail teilenPer WhatsApp teilenAuf Facebook teilenAuf Twitter teilen
Jetzt teilen
Frau sitzt in Tiny House

Sich in Verzicht zu üben und sich auf das Wesentliche zu reduzieren macht in vielerlei Hinsicht Sinn, denn angesichts endlicher Ressourcen ist das „Weniger“ tatsächlich ein „Mehr“ für uns alle. Konkret ist weniger Verbrauch gut fürs Klima, verursacht deutlich geringere CO2- und Treibhaus-Emissionen, tut der eigenen Gesundheit gut und schont die Geldbörse. Der Trend zum „Tiny House“ mag daher nur logisch klingen. Was es damit genau auf sich hat und ob das kleine Haus zwangsläufig zur großen Ersparnis verhilft, erfährst Du in diesem Blog.

Die Beschränkungen des kleinen Häuschens bewirken bei „Tiny House“-Bewohner:innen ein deutlich geringeres Kauf- und Konsum-Verhalten und führen zu einem ökologischen Fußabdruck, von dem andere nur träumen können.

Tiny House

Auch ein kleines Haus braucht große Qualität.

„Klein, aber fein“, heißt es so schön. Aber trifft das auch auf ein „Tiny House“ zu? Die Energiebilanz eines XS-Häuschens ist leider oft gar nicht so gut, wie man glaubt. Da eine herkömmliche Dämmung den verfügbaren Platz noch weiter verringern würde, sind Wände, Boden und Decke meist sehr dünn und schlecht isoliert. Wer sich also für ein kleines Haus nicht nur aus Kostengründen, sondern auch in Hinblick auf Ökologie und Nachhaltigkeit entscheidet, ist gut beraten, in eine hochwertige und effiziente Dämmung zu investieren. Steinwolle, Glaswolle und vor allem die schallisolierende Mineralwolle sind ausgezeichnete Dämmstoffe, um im Winter die Wärme im Haus zu halten und im Sommer die Hitze draußen zu lassen. Überhaupt ist die Auswahl der Baustoffe entscheidend, um die Nachhaltigkeit zu wahren. Für günstige „Tiny Houses“ werden meist eigens Baustoffe hergestellt, bei denen nicht auf eine umweltfreundliche Produktion geachtet wird. Viele Hersteller bieten allerdings Materialien aus recycelten und biologisch unbedenklichen Rohstoffen an und diese machen das kleine Haus tatsächlich zur großen Umweltfreude.

Tiny House

Weniger Haus = Weniger Aufwand = Weniger Verbrauch.

Was für den einen klein ist, ist für den anderen groß. Und umgekehrt. Das mag zwar zunächst recht banal klingen, bringt aber die Diskussion um das „Tiny House“ auf den Punkt. Denn da eine gesetzliche Definition der Wohnraumgröße von „Tiny Houses“ fehlt, ist auch nicht exakt festgelegt, wie groß oder wie klein ein „Tiny House“ überhaupt sein kann bzw. darf. Im Schnitt gilt ein Haus als „Tiny House“, wenn die Wohnfläche nicht größer als 30 Quadratmeter ausfällt. Für Häuser dieser Größenordnung muss natürlich weitaus weniger Baumaterial produziert und zur Baustelle transportiert werden. Außerdem ergeben sich aufgrund der geringeren Wohnfläche deutlich weniger CO2-Emissionen im Betrieb. Und allein diese beiden Faktoren machen ein „Tiny House“ somit viel ressourcenärmer als ein Haus in Standardgröße.

Tiny House Innenansicht

Ökologisch sinnvoll und flexibel nutzbar.

Da Kostenminimierung und Ressourcenschonung bei jedem „Tiny House” an erster Stelle kommen, bieten viele Kleinhäuser noch einige weitere Features, die man so in keinem „normalen“ Haus erwarten würde. Viele Hersteller verwirklichen die Häuser nämlich so, dass sie ohne elektrischen Strom und ohne direkten Wasseranschluss auskommen. Das funktioniert mittels Solarzellen auf dem Dach und mit Kompost-Toiletten, die den Strom- und Wasserverbrauch im „Tiny House“ sehr gering halten. Wen das an einen Wohnwagen erinnert, der liegt gar nicht so weit daneben. Denn auch in Sachen Flexibilität und Mobilität bieten „Tiny Houses“ eine ökologisch sehr sinnvolle Alternative und können zum Beispiel problemlos als stationäre Häuschen auf Flachdächern großer Immobilien genutzt werden. Dort oben wird dann das „Tiny House“ zum exklusiven und flexibel nutzbaren Zuhause mit Penthouse-Blick.

Paar im Bett in Tiny House

Mit Minimalismus den eigenen Lebensstil steigern.

Die begrenzten Platz- und Wohnverhältnisse in einem „Tiny House” bedeuten natürlich auch, dass Du mit weitaus weniger Gegenständen auskommen musst, als Du vielleicht gewöhnt bist. Aber hey: Das ist was richtig Gutes! Denn sofern Du bereits als wirklich nachhaltiger Mensch einen Hang zum Minimalismus entwickelt hast, kannst Du Deinen Reduzierungsdrang im „Tiny House“ auf ein völlig neues Level bringen. Die Beschränkungen des kleinen Häuschens bewirken bei „Tiny House“-Bewohner:innen ein deutlich geringeres Kauf- und Konsum-Verhalten und führen zu einem ökologischen Fußabdruck, von dem andere nur träumen können. Gleichzeitig unterstützt der Minimalismus Deinen persönlichen Lebensstil und führt nicht selten dazu, dass Du durch Verzicht das Wesentliche erst richtig schätzen lernst.

FAZIT: Ein kleines Haus kann Großes bewirken.

Ob aus Kostengründen oder in Hinblick auf das Klima: Wer sich für ein „Tiny House“ entscheidet, tut was Gutes für den Planeten und nutzt, sofern hochwertige Materialien und Dämmstoffe verbaut werden, eine sehr nachhaltige Möglichkeit für sein Eigenheim.

Newsletter
Newsletter abonnieren, immer uptodate sein und 10€ Shopping-Gutschein* erhalten!

*Mindestbestellwert 99 €. Nur für Neukunden und nur einmalig einlösbar. Informationen zu unseren Datenschutzpraktiken findest Du auf unserer Website.