Nachhaltigkeit
Kalendersymbol27. Okt 2021
| Uhrsymbol3 min
| von Patrick Montagnolli
Mit nachhaltigen „Less Waste Club“-Produkten den Planeten retten
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Dass der Corona-Lockdown durchaus auch Positives zutage befördert hat, beweist das nachhaltige Start-up „Less Waste Club“, das im April 2020 gegründet wurde. Wir haben die beiden Gründer:innen Rosalie und Max zum Gespräch getroffen und erfahren, dass man die Welt von zu Hause besser machen kann. Wie Du in Zukunft Deine Hände in Unschuld und Deine Haut mit Nachhaltigkeit wäschst, verraten wir Dir im Interview.
Fakt ist, in Deutschland verbraucht jede:r Konsument:in im Durchschnitt rund 11 Duschgel-Flaschen pro Jahr. Bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren sind das alleine beim Duschgel 880 Einwegplastikflaschen pro Person.
Produkte Less Waste Club
uptodate: Hi! Schön, euch kennenzulernen. Stellt euch doch bitte mal kurz vor.
Less Waste Club: Hey Ihr, wir sind Rosalie (27) & Max (29). Gemeinsam haben wir im ersten Lockdown (April 2020) den „Less Waste Club“ gegründet.
uptodate: Was hat euch dazu bewegt, ein nachhaltiges Start-up zu gründen?
Max: Bei uns gab es tatsächlich zwei Beweggründe: Zum einen haben wir durch die Corona-Krise beide unsere Jobs verloren. Zum anderen war da schon länger die Idee im Raum mit Produkten in Pulverform was zu machen. So haben wir die Chance genutzt, um unsere eigene Firma zu gründen.
Rosalie: Für uns war es von Anfang an sehr wichtig, dass wir ein Unternehmen ins Leben rufen, das etwas zu einer sauberen Zukunft beiträgt. Nicht die xte App, mit der Du irgendwas noch produktiver machen kannst. Mit dem „Less Waste Club“ haben wir es uns zum Ziel gemacht, ein Unternehmen für Produkte des täglichen Bedarfs aufzubauen, selbstverständlich mit höchstem Qualitätsanspruch für Natur und Kunden.
Less Waste Club Produkte
Max: Wir wollen mit unseren Produkten in Pulverform nachhaltige Alternativen bei gleichbleibendem Komfort und besten Inhaltsstoffen anbieten. Nachhaltigkeit darf dabei niemals Verzicht bedeuten. Ganz im Gegenteil: Nachhaltige Produkte müssen praktisch und zweckmäßig sein und aktuellen Usability-Standards entsprechen.
uptodate: Wann seid ihr auf die Idee für euer Produkt gekommen und was macht es so nachhaltig?
Rosalie: Ich habe schon immer sehr auf meinen Müll-Konsum geachtet. Während meines damaligen Jobs hatte ich bemerkt, dass ich in vielen Bereichen damit zu nachlässig geworden bin. Aus diesem Grund habe ich einen Monat lang versucht, komplett auf Einweg-Plastikmüll zu verzichten (Stichwort: Zero Waste Monat). Ich bin dann tatsächlich im Badezimmer gescheitert. Es gab damals zwar für viele Produkte Lösungen, allerdings waren diese sehr umständlich und man musste sein gewohntes Verhalten ändern. Mit festen Seifen bin ich nicht zurechtgekommen. Ich empfinde diese als sehr umständlich. Nachdem wir die Inhaltsstoffe von herkömmlichen, flüssigen Körperpflegeprodukten gescannt haben, haben wir festgestellt, dass diese neben vielen schlechten Inhaltsstoffen eigentlich bis zu 90 % nur aus Wasser bestehen. Das war dann auch der ausschlaggebende Punkt, bei dem wir uns überlegt haben, wie man das ganze Thema optimieren kann. Denn das Wasser kann man auch erst am Ende, also am „Point of use“ im eigenen Badezimmer hinzufügen.
Duschgelverpackung von Less Waste Club
uptodate: Wie funktioniert das Duschpulver von „Less Waste Club“?
Rosalie: Du bekommst 25 g Pulver in einem Papier-Sachet. Dieses füllst Du in einen passenden Spender, füllst diesen mit 250 ml Leitungswasser auf, schüttelst das Ganze kräftig durch und nach zehn Minuten hast Du ein fertiges, flüssiges Duschgel. Das Sachet wird danach ganz einfach im Papiermüll entsorgt und der Spender kann viele Male wiederverwendet werden.
uptodate: Wie profitiert der Kunde vom Duschpulver, verglichen mit einem normalen Duschgel?
Max: Fakt ist, in Deutschland verbraucht jede:r Konsument:in im Durchschnitt rund 11 Duschgel-Flaschen pro Jahr. Bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren sind das alleine beim Duschgel 880 Einwegplastikflaschen pro Person. Durch unser Duschgel-Pulver, bei dem man nur einmal einen Duschgel-Spender benötigt, spart man in 80 Jahren 878 Flaschen Einwegplastik. Das ist eine enorme Menge Plastikmüll.
Rosalie: Der Vorteil von Körperpflegeprodukten in Pulverform ist, dass wir dadurch kein Einwegplastik für die Verpackung benötigen. Unsere Kunden sparen sich aber nicht nur Einwegplastik, sondern bekommen von uns ein qualitativ sehr hochwertiges Produkt. Unsere Inhaltsstoffe sind absolut hautverträglich, da wir ein sehr mildes Tensid verwenden und nur natürliche, pflegende Inhaltsstoffe wie Aloe vera, Weizenprotein und Maisstärke verwenden. Gleichzeitig nehmen unsere Sachets viel weniger Platz zu Hause ein im Vergleich zu einem flüssigen Duschgel.
Less Waste Club Produkte
uptodate: Was hat die Umwelt davon, wenn mehr Leute Duschpulver statt normales Duschgel nutzen würden?
Rosalie: Unsere Inhaltsstoffe sind biologisch abbaubar. So schadet man weder der eigenen Haut noch dem Wasserkreislauf und der Umwelt. Wir verzichten bewusst auf unnötige Inhaltsstoffe wie Mikroplastik, Silikone und Parabene. Ein weiterer Vorteil ist, dass unsere Sachets sehr leicht sind. Wir sparen dadurch fast 90 % CO2 in der kompletten Lieferkette.
uptodate: Was sollte man eurer Meinung nach tun, um die Welt ein Stück nachhaltiger zu machen?
Max: Ein sauberer Planet beginnt zu Hause. Wenn uns jemand fragt, wo er am besten anfangen soll, sagen wir immer: Bei Dir zu Hause. Optimal wäre natürlich im eigenen Badezimmer. Denn allein in den deutschen Badezimmern fallen jährlich bis zu 2 Milliarden Einweg-Plastikflaschen an.
uptodate: Und zum Abschluss unsere liebste Frage: Was würdet ihr Lesern raten, die gerne nachhaltiger leben möchten?
Max: Setzt euch nicht zu hohe Ziele und versucht nicht von einem Tag weg euer komplettes Leben umzustrukturieren. Wichtig ist, dass man sich auch mal Fehler erlauben darf und sich nicht alles verbietet. Man kann niemals perfekt sein und das muss man auch gar nicht.
Rosalie: Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass jeder Anfang schwer ist. Aber jeder noch so kleine Schritt zählt und das ist das Wichtigste.
uptodate: Vielen Dank für das Gespräch!
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