Gesundheit; Mentale Gesundheit
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29. Sep 2021
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4 min
| von Patrick Montagnolli
Auf eine gesunde Partnerschaft: So bewahren Paare und Familien die mentale Gesundheit
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Psychische Krankheiten, Depressionen und Ängste haben in der Pandemie und dem damit verbundenen Lockdown-Modus stark zugenommen und unsere mentale Gesundheit auf eine harte Probe gestellt. Während alleinstehende Menschen und Singles vorwiegend mit Einsamkeit zu kämpfen hatten, wurde die Corona-Krise für Paare und Familien zu einer echten Belastungsprobe für die Beziehung. Die vergangenen eineinhalb Jahre haben im sozialen Miteinander zweifelsohne Spuren hinterlassen. Doch wie lässt sich nach der Pandemie die Balance zwischen zu viel und zu wenig sozialem Kontakt wiederfinden? Und kann man als Paar aus der Krise sogar gestärkt hervorgehen? Die Antworten erfährst Du in diesem Blog.
Psychische Krankheiten, Depressionen und Ängste haben in der Pandemie und dem damit verbundenen Lockdown-Modus stark zugenommen und unsere mentale Gesundheit auf eine harte Probe gestellt.
Psychische Gesundheit durch Ausgeglichenheit.

Psychische Gesundheit durch Ausgeglichenheit.

Die gesunde Balance zwischen einem „Zu viel“ und „Zu wenig“ ist in allen Bereichen der Schlüssel zu mehr Lebensqualität. Sowohl bei Ernährung, Sport und Beruf als auch im Kontakt mit Menschen. Als Alleinstehende:r wurde man in der coronabedingten Isolation plötzlich mit sich selbst konfrontiert. Diese Herausforderung konnten viele positiv für sich nutzen, während andere darunter litten. Fehlende Sozialkontakte führten aber zu Überforderung und Verunsicherung und mit der Lockerung der Maßnahmen müssen viele nun wieder lernen, sich Menschen anzunähern. Dabei steht oft ein generelles Misstrauen gegenüber anderen im Weg, das sich schleichend aufgebaut hat. Doch wer Mut und Vertrauen fasst, wird belohnt. Paare und Familien mussten hingegen unter beengten Verhältnissen einen Konsens finden. Verschiedene Interessen, berufliche Existenzängste und nicht zuletzt Home Schooling und Home Office waren dabei große Prüfsteine im sozialen Gefüge zu Hause. Wem es gelang, seine eigene Mitte zu finden und zu bewahren, der hat große Chancen, aus der Krise gestärkt hervorzugehen. Und ist um die Erkenntnis reicher geworden, auch schwierige Zeiten überwinden zu können.
Über Ängste und Gefühle zu sprechen ist heilsam.

Über Ängste und Gefühle zu sprechen ist heilsam.

Das alte Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ wurde während der Pandemie ad absurdum geführt. Denn im Lockdown vermissten selbst die Schweigsamsten unter uns plötzlich wieder das gute alte Gespräch mit anderen Menschen. Im Gespräch zu bleiben ist für alle, die unter einem Dach leben und somit Tisch und womöglich auch Bett miteinander teilen, unverzichtbar. Dabei ist natürlich keineswegs gemeint, sich Vorwürfe und Rechtfertigungen lautstark an den Kopf zu werfen. Vielmehr sollte ein offener und wertschätzender Dialog angestrebt werden, wo es möglich ist, über Ängste, Zweifel und Gefühle ehrlich miteinander zu sprechen. Selbstverständlich muss hier auch das Positive jederzeit Platz finden. Denn wenn etwas gut ist und man sich über etwas freut, stärkt das den Zusammenhalt und letztendlich auch die Beziehung. Und lässt einen somit auch in der dunkelsten Krise stärker zusammenwachsen.
Den Lieblingsmenschen so nehmen, wie er ist.

Den Lieblingsmenschen so nehmen, wie er ist.

Sofern man sich als Paar vor der Krise meist im besten Licht gesehen hat, trat im Lockdown schonungslos das wahre Ich ans Tageslicht. Statt perfekt gestylt sorgte nicht selten die ungeschminkte Wahrheit im Jogginganzug für erste Ernüchterung. Doch die wahren Werte eines Menschen liegen ohnehin viel tiefer verborgen und lohnen sich in den meisten Fällen entdeckt zu werden. Wertschätzung, Rücksichtnahme und ein liebevoller Umgang mit dem/der Partner:in entschieden gerade in der Extremsituation Corona früh über Erfolg oder Misserfolg einer Beziehung. Und auch die Fähigkeit, da und dort vielleicht mal ein Auge zuzudrücken und sich eine Bemerkung zu verkneifen. Zum Beispiel, wenn es um die ausgebeulte Jogginghose des Lieblingsmenschen geht. Stattdessen sind Toleranz und Wertschätzung die Grundfesten im sozialen Miteinander und im Grunde der ultimative Ratschlag für jede menschliche Beziehung auf der Welt.
Jeder Mensch braucht Freiraum, auch Dein:e Partner:in.

Jeder Mensch braucht Freiraum, auch Dein:e Partner:in.

Ja, es gibt sie auch in echt und nicht nur in Hollywood-Liebesfilmen: Die Rede ist von Liebespaaren, die 24/7 aufeinander kleben und selbst nach dem längsten Dauer-Lockdown nicht genug voneinander bekommen. Doch ungeachtet vom „Liebesstatus“ ist ein Mindestmaß an persönlichem Freiraum für jeden Menschen unverzichtbar, um nicht nur mit seiner/seinem Liebsten, sondern auch mit sich selbst in Einklang zu bleiben. Zeit für sich alleine zu haben sowie individuelle Rückzugsräume zu genießen, wo man das tun kann, wonach einem der Sinn steht, sind sehr wichtig für die mentale Gesundheit und nicht zuletzt auch für die Beziehung. Darüber hinaus hilft Dir Deine persönliche „Private Time“ dabei, Ruhe und Kraft zu finden und die Akkus wieder neu aufzuladen. Sport bietet sich hierfür perfekt an. Und auch entspannende Spaziergänge. Die lassen sich auch hinterher wunderbar zu gemeinsamen Stunden mit Deinem Schätzchen nutzen.

FAZIT: All we need is love.

Ob im Familienverband oder als Liebespaar: Gute Beziehungen zu Menschen aufrecht zu erhalten, die einem am Herzen liegen, ist immer mit Arbeit verbunden. Doch nach schwierigen Zeiten kommen auch wieder gute Zeiten. Nicht zuletzt deshalb lohnt es sich vor allem jetzt, die beinahe überwundene Corona-Krise mit frischem Optimismus an der Seite des persönlichen Lieblingsmenschen zu meistern.