Nachhaltigkeit
Kalendersymbol03. Aug 2022
| Uhrsymbol3 min
| von Patrick Montagnolli
Mach Dein Leben müllfrei: So einfach funktioniert Zero Waste im Alltag
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Frau stopft Müll in Tonne

Angesichts der Tatsache, dass jede:r von uns im Schnitt eine halbe Tonne Hausmüll pro Jahr produziert, klingt „Zero Waste“ fast schon utopisch. Gleichzeitig lässt sich mit so mancher simplen Verhaltensweise überflüssiger Müll relativ einfach vermeiden. Zero Waste hat dabei nicht nur für die Umwelt und das Klima sehr positive Folgen, sondern auch für Deine Gesundheit und Dein Haushaltsbudget. Wie Du einen Zero Waste-Lifestyle erfolgreich umsetzt, erfährst Du im Blog.

Setze Dir stattdessen kleine Ziele und feiere jeden Erfolg. Das gibt Dir Motivation und ein gutes Gefühl und zeigt Dir gleichzeitig, dass ein müllfreier Lifestyle nicht gänzlich unmöglich ist.

Unverpackt Laden

Verpackungsmüll und Plastik vermeiden.

„Zero Waste“ bedeutet „Null Müll“ und dahinter verbirgt sich der Versuch, so wenig Müll wie möglich zu produzieren und so viel wie möglich zu recyceln. Müll ist leider ein täglicher Begleiter in unserem modernen Zeitalter und lässt sich weder im Büro noch unterwegs und schon gar nicht zu Hause zur Gänze vermeiden. Aber das Müllaufkommen lässt sich effektiv minimieren, zum Beispiel durch das Vermeiden von Plastik und Einwegverpackungen. Besonders einfach geht das am Wochenmarkt, indem Du unverpacktes, gesundes und regionales Bio-Gemüse und -Obst einkaufst und mit einem eigenen Leinen- oder Baumwollbeutel transportierst. Auch Supermärkte und Drogerien haben den Wunsch nach „Zero Waste“ längst erkannt und bieten Abfüllstationen für Lebens-, Spül- und Waschmittel an. Die ideale Gelegenheit, gleich alle Dinge des täglichen Bedarfs auf einmal zu kaufen, bieten Dir Unverpackt-Läden. Die gibt es deutschlandweit in nahezu jeder Stadt.

Lebensmittel in Stoffbeutel

Lebensmittelverschwendung verhindern.

Doch leider hat nicht nur Verpackungsmüll einen erheblichen Anteil am Müllberg, sondern auch die vielen Lebensmittel, die ungenützt weggeworfen werden. Dieser Müll hat schon allein aufgrund der vielen hungernden Menschen in der dritten Welt einen sehr schlechten Beigeschmack. Studien zufolge landen in der westlichen Welt rund ein Viertel aller eingekauften Lebensmittel im Müll. Das entspricht in etwa 75 Kilogramm, die jede:r Bundesbürger:in pro Jahr verschwendet. Diese eklatante Lebensmittelvergeudung ist in Summe für 3.3 Gigatonnen CO2-Emissionen verantwortlich und hinter den USA und China der drittgrößte weltweite Klimasünder überhaupt. Ein wirksames Mittel dagegen ist das Einkaufen nach Menüplan oder die clevere Verwertung von Lebensmitteln. Dadurch sparst Du Dir auch einiges an Geld. Und falls dennoch Lebensmittel übrig bleiben und nicht mehr gebraucht werden, kannst Du über Foodsharing-Apps wie „Too Good To Go“ oder „Olio“ Überschüssiges direkt in Deiner Nachbarschaft verschenken.

Frau kauft Klamotten ein

Keine „Fast Fashion“-Mode kaufen.

Neben Verpackungsmüll und Lebensmittelverschwendung stellt der Bekleidungsmarkt den dritten Big Player für unser stark erhöhtes Müllaufkommen dar und auch hier bildet unser maßloser Umgang mit Ressourcen das Hauptproblem. Die Ellen Mac Arthur Foundation fand heraus, dass jede Sekunde ein Müllwagen voller Textilien auf einer Mülldeponie landet oder verbrannt wird. Hauptverantwortlich dafür ist das Geschäftsmodell des „Fast Fashion“, das zu häufigen Neukäufen minderwertiger Qualität motiviert. Diese Modeteile sind schnell wieder „out“ oder gehen kaputt und landen rasch im Müll. Erschwerend dazu kommt, dass die Herstellung von Bekleidung extrem ressourcenintensiv ist und eine hohe Belastung für Mensch und Umwelt darstellt. Wer sich hingegen für Vintage-Klamotten und Second-Hand-Mode entscheidet, tut nicht nur in Hinblick auf „Zero Waste“ etwas richtig Gutes. Getragene Bekleidung ist qualitativ hochwertiger und hält länger, man unterstützt dadurch regionale Shops und freut sich über ein echtes Unikat, dass weder Ressourcen belastet noch Menschen ausbeutet. Ein echtes Fashion-Statement für die Umwelt.

FAZIT: Bei „Zero Waste“ lohnt es sich, klein anzufangen.

Müll sparen kann jede:r. Doch man muss nicht sofort zum „Zero Waste“-Profi werden. Setze Dir stattdessen kleine Ziele und feiere jeden Erfolg. Das gibt Dir Motivation und ein gutes Gefühl und zeigt Dir gleichzeitig, dass ein müllfreier Lifestyle nicht gänzlich unmöglich ist.

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