Nachhaltigkeit; Smart Home
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07. Okt 2021
|
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4 min
| von Patrick Montagnolli
Warum ein nachhaltiger Umgang mit Geld uns alle betrifft
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Ein nachhaltiger Umgang mit Geld beeinflusst nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch die Umwelt. Dass sich Geld und Nachhaltigkeit dabei keineswegs ausschließen, ist jedoch vielen noch nicht bewusst. Denn seit Generationen sind wir darauf trainiert, möglichst günstig einzukaufen, mit unseren finanziellen Mitteln gut hauszuhalten und mehr auf Quantität als auf Qualität zu achten. Als Konsument:innen eines reichen Industrielandes wie Deutschland haben wir jedoch eine große Verantwortung gegenüber künftigen Generationen und gleichzeitig viel Macht, um Konzerne zum Umdenken zu bringen. Davon abgesehen, hat nachhaltiger Konsum auch viele Vorteile für Dich persönlich. Auf was es dabei ankommt, erfährst Du in diesem Blog.
Ein nachhaltiger Umgang mit Geld beeinflusst nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch die Umwelt.
 Nachhaltiger Konsum bedeutet Rücksicht auf andere zu nehmen.

Nachhaltiger Konsum bedeutet Rücksicht auf andere zu nehmen.

Prozente, Rabatte, Sonderangebote. Werbung und Konsumdrang haben uns zu vorausschauenden SALE-Shopper:innen gemacht. Wir haben längst gelernt: Nur was günstig ist, ist auch wirklich gut. Und nur, wer ein Schnäppchen macht, beweist Köpfchen. Aber ist die alte „Geiz-ist-geil“-Mentalität noch vertretbar? Die Antwort lautet: Nein! Denn während Du günstig einkaufst, zahlt wer anderer teuer drauf. Gesundheitsschädliche und ausbeuterische Arbeitsbedingungen, Ressourcenverschwendung und böse Folgen für die Umwelt sind schlimme Begleiterscheinungen in den Produktionsländern für Billigware. Ganz zu schweigen von der Klimabelastung durch CO2-schädliche Transporte. Daher solltest Du Dich vor jedem Kauf grundsätzlich fragen: „Kann ich mit meinem Geld auch Dinge kaufen, die ethisch vertretbar sind? Und sollte ich nicht besser in etwas investieren, das vielleicht mehr kostet, aber Umwelt und Menschen weniger belastet?“
Du hast mehr Geld zur Verfügung als Du glaubst.

Du hast mehr Geld zur Verfügung als Du glaubst.

Deutschland zählt zu den reichsten Ländern der Welt. Selbst wenn Du Dich persönlich nicht unbedingt als reich bezeichnen würdest, produzierst Du über Dein ganzes Leben gerechnet gleich mehrere Millionen Euro. Multiplizieren wir beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands des Jahres 2020 von rund 40.000 € mit der durchschnittlichen Lebenserwartung von 80 Jahren, kommen wir auf eine Pro-Kopf-Summe von 3,2 Millionen Euro. Wenn wir davon einen durchschnittlichen Steuersatz von 40 % abziehen, bleiben immer noch fast 2 Millionen Euro übrig, die wir alle in unserem Leben zur freien Verfügung haben. Im Schnitt geben wir davon 85 % nach eigenem Ermessen aus. Und das bedeutet wiederum, dass jede:r Einzelne von uns mit einem nachhaltigen Umgang der zur Verfügung stehenden Finanzen sehr viel bewirken kann.
Das Einfordern von Nachhaltigkeit bewirkt ein globales Umdenken der Industrie.

Das Einfordern von Nachhaltigkeit bewirkt ein globales Umdenken der Industrie.

Das Fortschreiten der immer komplexeren Globalisierung hat dazu geführt, dass der Einfluss von Regierungen auf Produktions- und Lieferketten privater Konzerne immer geringer wird. Während der Hebel der Politik schwindet, nimmt die Macht von uns Konsument:innen immer weiter zu. Dem müssen sich vermehrt auch Großkonzerne beugen und können nicht mehr unentdeckt gesundheitsschädliche und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse in asiatischen oder südamerikanischen Produktionsstätten betreiben, ohne von uns Konsument:innen dafür bestraft und boykottiert zu werden. Doch dabei sind wir alle gefragt. Es einfach nur Regierungen zu überlassen, zweifelhafte Importe mit Blockaden oder Strafzöllen zu belegen, ist der falsche Weg. Das Einfordern von Nachhaltigkeit erzielt weitaus größere Erfolge und bewirkt gleichzeitig ein allgemeines Umdenken.
Dein nachhaltiger Konsum macht den Unterschied.

Dein nachhaltiger Konsum macht den Unterschied.

Kapitalismus und Konsum sind grundsätzlich nichts Schlechtes. Vielmehr kommt es darauf an, wie wir Konsument:innen damit umgehen und welches Signal wir mit unserem Kauf an die Industrie setzen. Denn die Nachfrage bestimmt immer das Angebot. Vieles kaufen wir rein aus einem Impuls heraus. Oder weil es uns die Werbung vorgibt. Wenn wir uns stattdessen die Frage stellen, ob wir dieses eine Ding, das gerade jetzt so günstig ist und das wir unbedingt haben müssen, wirklich brauchen oder ob wir darauf verzichten können, haben wir schon einen wichtigen Schritt zu einem nachhaltigeren Konsum getan.

FAZIT: Ein nachhaltiger Umgang mit Geld zahlt sich aus.

Wenn Du den Mut besitzt, manchmal bewusst „Nein“ zu sagen, tust Du Umwelt und Klima etwas Gutes und hast gleichzeitig mehr Geld in Deiner Börse. Dieses zusätzliche Kapital kannst Du für ein hochwertigeres und nachhaltigeres Produkt ausgeben, das Du vielleicht tatsächlich brauchst.